Extremefest statt Death Feast: Fans protestieren
Der Veranstalter schlichtet. Neuer Name, neues Konzept: Das Death Feast ändert sein Gesicht. Den Fans scheint es nicht zu gefallen, auf Facebook schimpfen sie über das Extremefest.

Das Death Feast in Hünxe hat sich in den letzten Jahren zum Mekka für Freunde des extremen Metal entwickelt. Bands wie Pestilence, Vomitory und Malevolent Creation sprechen eine klare Sprache. Doch die Death Feast-Zeiten sind vorüber. Denn das Death Fest wird zum Extremefest. Das Death-, Black und Thrash-Festival findet zeitgleich vom 5. bis 7.7.2012 in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. In der Info des Veranstalters heißt es: „Waschlappen und Weicheier sind unerwünscht.“ Die Death Feast-Fans sehen das anders. Ihnen ist das Extremefest bei weitem nicht extrem genug. Denn neben Bands wie Rompeprop und Cannibal Corpse stehen auch Exodus, Eisregen und Arkona auf dem Billing. Hart, aber für Death Feast-verwöhnte wohl nicht harte genug. So heißt es auf der Facebook-Seite: „Boah leuts Arkona und disawoved auf einer bühne, ich gehe gleich kotzen!!! R.I.P. death feast!!!!!!“, „fuck off !!! damit ist das beste festival das wir in Deutschland haben Geschichte... ich hab keinen bock auf so ein misch-masch scheiss festival mit irgenwelchen black-metal honks... rest in fucking peace deathfeast open air....“, und „Tzz früher slam geknüppel von vomitous und devourment, jetzt böses eisregen und whitecheapel. Rip, ich werde NICHT aufs extremefest gehn.“ Harte Reaktionen, die der Veranstalter nicht unkommentiert stehen lassen kann und will. In einem ausführlichen Statement erklärt Mike Heinemann, dass das alte Konzept ein Draufzahlgeschäft war. Nur Idealismus und Liebe zum Death Metal können auf Dauer keine Rechnungen begleichen. Der Underground und vom Death Feast bekannte Extrem-Metal wird auch auf dem Extremefest stattfinden – bei 70 Bands sollte für jeden etwas dabei sein.
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